Lektion 1: Hovern / Schweben
Willkommen zur ersten Lektion der Flugschule! Wir starten mit der Übung, die ich für die schwerste der ganzen Serie halte — und gleichzeitig für die wichtigste: das Hovern, also das Schweben auf der Stelle.
Warum ausgerechnet Schweben?
Beim Hovern musst du zum ersten Mal alle vier Stick-Bewegungen gleichzeitig koordinieren: Gas, Pitch, Roll und Yaw. Die Drohne will ständig irgendwohin — ein Windstoß nach links, ein bisschen zu viel Gas nach oben — und du gleichst permanent gegen. Genau dieses feine Gegensteuern ist die Grundlage für alles, was in den späteren Lektionen kommt.
Die Übung
- Starte die Motoren und steig langsam auf etwa einen Meter Höhe.
- Halte die Position. Versuche, weder nach links oder rechts noch nach vorn oder hinten abzudriften — die Drohne soll wie festgenagelt auf der Stelle stehen.
- Finde das Schwebegas. Es gibt einen Gaswert, bei dem die Drohne weder steigt noch sinkt. Diesen Punkt zu treffen und zu halten ist die halbe Miete.
- Wechsle die Höhe. Wenn das Halten klappt: Steig einen halben bis ganzen Meter höher, halte die neue Höhe, sink wieder ab, halte wieder. Wiederhole das einige Male.
- Lande kontrolliert, wenn der Akku zur Neige geht.
Tipps aus der Praxis
- Plane mehrere Akkus ein — zwei, drei, gern auch vier oder fünf nur für diese eine Übung. Es zahlt sich später mehrfach aus.
- Wind nicht unterschätzen: Schon leichter Seitenwind macht das Hovern deutlich anspruchsvoller. Im Video siehst du, dass selbst mit einigen Jahren Flugerfahrung ständig korrigiert werden muss.
- Lass dich nicht entmutigen: Dass sich diese Übung anfangs zäh anfühlt, ist völlig normal — genau dafür ist sie da.
Video direkt auf YouTube: FPV Drohne fliegen lernen – Lektion 1: „hover/schweben"
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