Lektion 4: Haarnadelkurven
In Lektion 4 der Flugschule wird es eng: Wir fliegen Haarnadelkurven — auch Spitzkehren genannt. Also enge Wenden um ein Hindernis, wie du sie später beim Racing und Freestyle ständig brauchst. (Kleiner Hinweis: Im Video begrüße ich euch zum „fünften Teil" — da ist mir beim Schneiden die Nummerierung verrutscht. Es ist Lektion 4.)
Die Theorie: So läuft eine Haarnadelkurve ab
Nehmen wir an, du fliegst auf ein Objekt zu und willst eine enge Kehre nach links fliegen:
- Einleiten: Geh mit Yaw und Roll gleichzeitig nach links in die Kurve — wie bei der großen Kurve aus Lektion 3, nur enger.
- Anstellen: Gib dabei ein kleines Stück Pitch dazu, um die Drohne richtig in der Kurve anzustellen.
- Abbremsen am Scheitelpunkt: Kurz vor oder am Scheitelpunkt der Kehre gibst du einen gezielten Gasstoß. Der nimmt die Geschwindigkeit heraus und stoppt den Schwung — das ist der eigentliche Trick der Spitzkehre.
- Ausleiten: Roll aus der Kurve heraus und beschleunige wieder auf die Gerade.
Von den Stick-Bewegungen her sieht das simpel aus — in der Praxis ist es eine der komplexeren Übungen der Flugschule. Auch mit einigen Jahren Flugerfahrung gehören Spitzkehren nicht zu den Dingen, die man „einfach so" macht.
Die Übung
- Such dir zwei Bäume (oder ähnliche Marker) und flieg im Wechsel enge Kehren um sie herum.
- Fang mit 90-Grad-Wenden an, bevor du dich an die volle 180-Grad-Kehre wagst — die ist die schwierigste Variante.
- Beide Richtungen üben! Erst linksherum, dann rechtsherum — jeweils zwei bis drei Akkus.
- Steigerung für später: tiefer fliegen und näher ans Hindernis — je näher du am Objekt wendest, desto schwerer wird es.
Video direkt auf YouTube: FPV Drohne fliegen lernen – Lektion 4: „HAARNADELKURVEN FLIEGEN"
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